Gliederung der 500 Stunden Ausbildung nach Anforderungen der Krankenkassen

Fachwissenschaftliche Kompetenz

1. Pädagogik, Psychologie                                                    
• Grundlagen der Didaktik und Methodik, motivationelles Handeln, psychologische und pädagogische
  Grundlagen menschlichen Erlebens und Verhaltens (Lernen, soziale Prozesse), ​der Instruktion und Schulung
​• Vermittlungstechniken in Theorie und Praxis
​• Grundlegende Aspekte von Stresserleben in Bezug auf die Didaktik
​• Transtheoretisches Modell der Verhaltensänderung
​• Grundsätzliche Aspekte von Edukation im Kontext von Erkrankungen
• Insgesamt 30 Stunden oder mehr.

2. Philosophie und Geschichte des Yoga                             

• Philosophische und historische Quellen und Bezüge des Yoga, insbesondere relevanter historischer Yogatexte
​• Ethik: Yama und Niyama
​• Wesentliche Schulen und Zweige der Yoga-Geschichte
​• Einbettung in die Traditionelle Indische Medizin, Aspekte des Ayurveda
• Insgesamt 60 Stunden oder mehr.

3. Naturwissenschaftlich-medizinische Grundlagen         
• Anatomie und Physiologie (Grundkenntnisse, u.a. Bewegungsapparat  mit Gelenken, Funktionsketten, Faszien, Neuroendokrinologie, Psycho-      Immunologie, Atemmechanik, Herz-Kreislauf-Regulation)
​• Wesentliche weitere Organsysteme (Verdauung, Niere, Nervensystem inkl. Sinnesorgane)
​• Gesunde Funktionsweise und ausgewählte stress-induzierte Krankheitsbilder (insbeson-deren stark prävalente chronische Erkrankungen einschl. chronischer Schmerzsyndrome)
​• Physiologische, neurobiologische und psychologische Erklärungsmodelle (Faszien, Bewe-gungskoordination, Atemkoordination, sensorisches Lernen)
​• Neurobiologie von Meditation
​• Konzept der Mind-Body Medizin und Relaxation Response
​• Biopsychosoziales Modell einschließlich Salutogenese
• Insgesamt 60 Stunden oder mehr.

4. Medizin                                                                                  

• Aktueller Stand der Grundlagen- und klinischen Forschung zu Yoga, einschl. Asana,
  Pranayama und Meditation
​• Relevante Aspekte aus dem psychologischen, neurowissenschaftlichen und sportmedizinischen
  Bereich
• Insgesamt 30 Stunden oder mehr.

Fachpraktische Kompetenz

5. Yoga Praxis für Gesunde
• Yoga-Praxis bezüglich Asana, Pranayama, Meditation mit vertiefter Selbsterfahrung10 und
   Schulung in Anleitung und Beratung. Hierbei zunächst generelle Kenntnisse und Praxis zu
   den drei Bereichen sowie Kompetenz des Yoga für Gesunde
​• Vermittlung der wesentlichen Asanas in Theorie und Praxis (ggf. Verwendung von Hilfsmitteln)
  sowie ihrer möglichen spezifischen Wirkungen, möglichen Verletzungsrisiken,
  Hauptwirkungen und Kontraindikationen
​• Wesentliche Techniken des Pranayama mit spezifischen Wirkungen, möglichen Nebenwirkungen,
  Kontraindikationen
​• Wesentliche Meditationstechniken mit Hauptwirkungen, möglichen Nebenwirkungen und
   Kontraindikationen
​• Mögliche Interaktionen und Synergien mit anderen Techniken der Entspannung, Spannungsregulation,
  Bewegung
• Aspekte von und Interaktion mit Ernährung
​• Spezifische Aspekte hinsichtlich verschiedener Lebenslagen von Teilnehmenden (z.B. Schwangerschaft, Alter)
• Insgesamt 180 Stunden oder mehr

6. Yoga Praxis und Krankheit
• Yoga-Praxis bezüglich Asana, Pranayama, Meditation mit Schulung in Anleitung und Beratung
   für wesentliche Krankheitsbilder, insbesondere chronische Rücken,- Nacken,-
   Kopfschmerzen, Rheuma, Arthrose, chronische neurologische Erkrankungen, Krebserkrankungen,
   Depression, Bluthochdruck und Herz-Kreislauferkrankungen, Asthma sowie Darmerkrankungen
​• Mit Fokus auf krankheitsspezifische Aspekte: Vermittlung der wesentlichen Asanas in
  Theorie und Praxis (ggf. Verwendung von Hilfsmitteln) sowie ihrer möglichen spezifischen
  Wirkungen, möglichen Verletzungsrisiken, Hauptwirkungen und Kontraindikationen
​• Wesentliche Techniken des Pranayama mit spezifischen Wirkungen, möglichen  Nebenwirkungen, Kontraindikationen
​• Wesentliche Meditationstechniken mit spezifischen Hauptwirkungen, möglichen  Nebenwirkungen
  und Kontraindikationen
• Mögliche Interaktionen und Synergien mit anderen Techniken der Entspannung, Spannungsregulation, Bewegung
​• Interaktion mit Ernährung
• Insgesamt 90 Stunden oder mehr.

Fachübergreifende Kompetenz

7. Grundlagen der